Rechner · Bewertung
Bodenwert Rechner
Was ist der Boden unter Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung wert? Mit dem amtlichen Bodenrichtwert und der Grundstücksfläche berechnen Sie den Bodenwert, bei einer Eigentumswohnung auch Ihren Anteil daran.
Ergebnis
Bitte Bodenrichtwert und Grundstücksfläche eingeben.
Das Ergebnis ist eine Orientierung auf Basis des Richtwerts, kein Verkehrswert und kein Gutachten. Abweichungen Ihres Grundstücks vom Richtwertgrundstück, etwa bei Bebaubarkeit, Zuschnitt oder Größe, sind nicht berücksichtigt. Die Felder sind mit einem Rechenbeispiel vorbelegt.
So wird gerechnet
Beispiel
Bodenrichtwert 1.200 EUR je m², Grundstück 600 m²: Bodenwert 720.000 EUR. Gehört zu einer Wohnung ein Miteigentumsanteil von 85/10.000, entfallen auf sie 720.000 × 85 ÷ 10.000 = 6.120 EUR. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel, kein Marktwert einer bestimmten Lage.
Was der Bodenrichtwert ist und was nicht
Bodenrichtwerte sind durchschnittliche Lagewerte, die der Gutachterausschuss aus tatsächlichen Kaufpreisen ableitet (§ 196 Abs. 1 BauGB). Sie gelten für ein Richtwertgrundstück mit beschriebenen Merkmalen, etwa Art und Maß der baulichen Nutzung. In bebauten Gebieten wird der Wert so ermittelt, als wäre der Boden unbebaut.
Für den Bodenwert eines bestimmten Grundstücks schreibt die Immobilienwertermittlungsverordnung vor allem das Vergleichswertverfahren vor. Neben oder anstelle von Vergleichspreisen kann ein an das Grundstück angepasster Bodenrichtwert verwendet werden (§ 40 Abs. 1 und 2, § 26 Abs. 2 ImmoWertV). Ist ein Grundstück deutlich größer als marktüblich, kann für die Mehrfläche ein eigener Wert anzusetzen sein (§ 41 ImmoWertV).
Wofür Sie den Bodenwert brauchen
- Beim Hausverkauf: Er zeigt, welcher Teil des Preises auf das Grundstück entfällt. Bei älteren Häusern macht der Boden oft den größeren Teil aus.
- Beim Grundstücksverkauf: Er ist der Ausgangspunkt der Preisfindung. Entscheidend ist dann, was gebaut werden darf. Mehr auf der Seite Grundstück verkaufen.
- Für die Steuer: Beim Kauf einer vermieteten Immobilie wird der Kaufpreis auf Boden und Gebäude aufgeteilt, nur der Gebäudeanteil wird abgeschrieben. Für die Aufteilung im Einzelfall ist Ihr Steuerberater zuständig.
Quellen und Stand
- Bodenrichtwerte: § 196 Baugesetzbuch, Wortlaut auf gesetze-im-internet.de, abgerufen am 09.10.2026.
- Bodenwertermittlung: §§ 26, 40 und 41 Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV), Wortlaut auf gesetze-im-internet.de, abgerufen am 09.10.2026.
- Richtwerte: BORIS Berlin (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin) und BORIS Brandenburg.
Häufige Fragen
Fragen zum Bodenwert.
Was ist ein Bodenrichtwert?
Ein durchschnittlicher Lagewert für den Boden in einer Richtwertzone, ermittelt vom Gutachterausschuss aus der Kaufpreissammlung (§ 196 Abs. 1 BauGB). In bebauten Gebieten wird er so ermittelt, als wäre der Boden unbebaut. Er wird in Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche angegeben.
Wo finde ich den Bodenrichtwert für mein Grundstück?
In Berlin im Bodenrichtwertinformationssystem BORIS Berlin, in Brandenburg in BORIS Brandenburg. Dort suchen Sie die Adresse, öffnen die Richtwertzone und lesen den Wert in Euro je Quadratmeter ab. Beide Portale sind kostenlos.
Ist der Bodenwert der Wert meiner Immobilie?
Nein. Der Bodenwert ist nur der Wert des Grundstücks ohne Gebäude. Bei einem Haus kommt der Wert des Gebäudes hinzu, bei vermieteten Objekten zählt vor allem der Ertrag. Wie die Verfahren zusammenspielen, beschreibt die Seite zur kostenlosen Immobilienbewertung. Zur Immobilienbewertung
Warum weicht der Bodenwert meines Grundstücks vom Richtwert ab?
Der Richtwert gilt für ein typisches Richtwertgrundstück mit bestimmten Merkmalen, etwa Art und Maß der baulichen Nutzung. Weicht Ihr Grundstück davon ab, ist der Richtwert anzupassen (§ 26 Abs. 2 ImmoWertV). Gründe sind zum Beispiel eine höhere oder geringere zulässige Bebauung, ein ungewöhnlicher Zuschnitt oder eine deutlich größere Fläche als üblich (§ 41 ImmoWertV).
Wie rechne ich den Bodenwert einer Eigentumswohnung?
Zur Wohnung gehört ein Miteigentumsanteil am Grundstück, etwa 85/10.000. Er steht in der Teilungserklärung und im Wohnungsgrundbuch. Der Rechner multipliziert den Bodenwert des ganzen Grundstücks mit diesem Anteil.
Wie oft werden Bodenrichtwerte ermittelt?
Nach § 196 Abs. 1 BauGB jeweils zu Beginn jedes zweiten Kalenderjahres, wenn nicht eine häufigere Ermittlung bestimmt ist. Welcher Stichtag gilt, zeigt das jeweilige BORIS-Portal an.
Der ganze Wert, nicht nur der Boden.
Lage, Gebäude, Zustand und Mieten bestimmen, was Käufer tatsächlich zahlen. Die Geschäftsführung schätzt Ihre Immobilie persönlich ein, kostenlos und innerhalb eines Werktags.
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